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Newsletter April
Langsam verzieht sich der Nebel, mit dem die schiere Unfassbarkeit des Winnenden Ereignisses die Hirne überzogen hat und man geht zum täglichen Einerlei über. Menschen mit einer gewissen Nähe zum Geschehen sagten mir, dass der Ort relativ klein sei und das Passierte alle Bewohner gelähmt hat; denn jeder kennt jemanden, der betroffen ist oder ist selbst betroffen. Unser Editorial (http://www.homeofrock.de/Editorial/Edito...rz_2009_II.html) hat zu einigen Punkten Stellung bezogen. Der bekannte Pianist Lang-Lang hat seine PS3 Spiele verbrannt, weil er sich nach Winnenden nicht mehr in der Lage sah, diese zu spielen. Ich gehe mal davon aus, dass das die noch nicht gespielten waren, und frage mich, ob das wirklich jemand hilft?
Auch das HoR hatte einen schmerzlichen Verlust zu verzeichnen – unser lieber Freund und Kollege Manfred Hörstmann ist plötzlich verstorben (http://www.homeofrock.de/ArtikelBios/Man...n/Blues_on.html)
Und da wir es noch nicht erwähnt haben, aber durchaus erwähnenswert finden: Billy Powell ist verstorben. Der Roadie, der schließlich zum Lynyrd Skynyrd Keyboarder wurde und sein Leben lang gegen drei Gitarristen ankämpfen musste, sound-mäßig gesprochen, und zahlreiche Skynyrd Songs mit seinem Honky-Tonk-Pianostil veredelte, ist leider nicht mehr unter uns.
Musikalisch gesehen teilte Fred mit mir, dass das The Answer Konzert erste Sahne war, und sah in dem Frontmann die Reinkarnation von Rory Gallagher (und Steve Marriott; Fred). Und ich dachte, Flanellhemden wären out?
Übrigens - der ebenfalls bekannte Aktionskünstler Main Ding-Dong wickelte seine 300-bändige Sammlung von Pornomagazinen in Plastikfolie ein und versenkte sie an einer seichten Stelle im Forellenbach. Seine Freundin dankt es ihm. Das hat wirklich geholfen.
Nach Wishbone Ash, Magnum und The Who hat nun auch Van Morrison eine seiner klassischen CDs – „Astral Weeks“ – live aufgeführt auf CD gebrannt, und The Cure haben eine Blue-Ray mit deren gleich drei (klassischen Cure-Platten, nicht „Astral Weeks“!) aufgeführt. Die Weltmeister der Wiederverwertung sind natürlich The Who, respektive Pete Townshend persönlich, der mal wieder eine Version von Tommy – diesmal re-mastered - veröffentlicht. Die nächste geplante Version ist "Tommycek – die Nussknacker Suite" (gespielt auf eben solchen).
Vor einiger Zeit waren Cover Alben a la Teslas „Real To Reel“ Mode, jetzt eben Re-Visited. Als nächstes spielen dann Tesla die Songs von Aerosmith im Vorprogramm zu Aerosmith, die dann Tesla Songs als Headliner spielen. Das nennt man dann Song Sharing. Habe das neulich so erlebt: Zum Encore spielt Tesmith Aerola die Songs von Led Zeppelin, weil man immer die Songs von denen spielen muss, denn die Beatles passen halt nicht, riechen schon etwas komisch, bis auf Ringo, aber Paul erst..., … kommen aber nur zu zwei Darbietungen, weil sie high sind wie 10 Mann vor lauter Vegi-Gemüse und Wellness Softdrink Fitness. Keith Richards wurde auch eingeladen, findet aber seine Inversions-Faltencreme - die also, die die Falten macht - nicht und verschluckt sich aus lauter Panik an seinem Apfelsaft, den er immer als Whisky ausgibt und wird wieder eingeliefert. Stattdessen springt Pete Townshend auf die Bühne und schwingt einmal den Arm bevor seine Physiotherapeutin in wieder in seinen Rollstuhl zerrt, wobei er "Hope I ... hope I ... hope I ... shit" zetert. Steven Tyler schüttelt den Kopf und trinkt stattdessen den Richards geklauten Inversions Faltensaft - stellt fest, dass das eigentlich Creme ist und leckt sich mit seiner Chamäleonzunge durch die Haare. Dabei geht der Fiffi-Kleber los und nun wissen es alle - Tyler hat graue Haare unter seinem Toupet. Daraufhin ... (Fortsetzung folgt).
Aber warum sollen wir in der Rockmusik nicht das machen, was uns die richtigen Klassiker schon seitdem es Notenblätter gibt, vorführen. Bei uns spielen wenigstens noch die Originalbands (naja, zumindest überwiegend). Wenn man das zu Ende denkt, würde man diesen ganzen Orchester, die immer wieder klassische Musik aufführen, in unserem Metier wohl Coverbands nennen? Die Berliner Philharmonicover. Wer Faith No More mag, aber Cover-Bands nicht, hat Glück – da gibt es wohl eine Re-Union. Wer Thunder mag, aber Cover-Bands nicht, hat Pech, denn Thunder sind auf ihrer Abschiedstour. Nie wieder Thunder, nie wieder… Wer Mott The Hoople mag, aber… hat Glück - Mott The Hoople geben einige Konzerte in der Besetzung Ian Hunter (lead vocals, keyboards), Mick Ralphs (Lead guitar, vox), Overend Pete Watts (bass), Verden Allen (organ) und Dale "Buffin" Griffin (drums). 'All The Young Dudes', 'Roll Away The Stone' oder 'All The Way From Memphis' wieder mal live zu hören wär' doch was – gehst Du hier: Reunion Extended to Five Nights - HMV Hammersmith Odeon, London UK, 1, 2, 3, 5 & 6 October 2009. Oder wartest auf die CD/DVD.
Und zu guter Letzt – der Award des Monats für den besten CD-Titel geht an Scott Matthews für: "There Is An Ocean That Divides And With My Longing I Can Charge It With A Voltage That's So Violent To Cross It Could Mean Death." Man wird diese CD die "Platte mit dem Spaghetti-Titel" nennen.
Die März-Artikel im Home of Rock:
AOR / POP / ROCK
All Day Sucker – The Big Pretend "Interessant" wäre ein Prädikat für "The Big Pretend", das ist allerdings seit Alfred Biolek eher negativ besetzt, bleibt also nur: Sehr stark mit einigen Durchhängern, wobei die Füller garantiert von jedem Hörer anders benannt werden. http://www.homeofrock.de/CD-Reviews2/All...ig_Pretend.html
Jeff Beck – Performing This Week … Live at Ronnie Scott's (Crosscheck) Leute, das ist absolut infektiös - tut euch den Gefallen und holt euch diese CD. Vs.: Es hilft keine elegische Verlangsamung, keine liebevolle Verabschiedung ans Publikum, der artifizielle Beck-Sound macht (mich) im Jahr 2009 nicht mehr glücklich, längst gibt es zu viele andere Saitenhexer von jenseits allen Gefühls, da braucht man dies hier nicht auch noch. http://www.homeofrock.de/CD-Reviews2/Jef..._This_Week.html
China Blue – Twilights of Destiny Was bleibt ist ein kurzweiliges Album von CHINA BLUE, respektabel und natürlich professionell dem Genre angepasst aufgenommen, mit einem guten Sound und keinen Ausfällen. http://www.homeofrock.de/CD-Reviews2/Chi...Of_Destiny.html
Lordi – Zombilation – The Greatest Cuts Allen Fans der genannten Namen kann man die CD empfehlen, denn LORDI ist eine gute Band, die zwar wenige eigene Ideen hatte, die man aber trotzdem in guter Erinnerung behalten darf. Und vielleicht täusche ich mich und es geht doch weiter, wer weiß. http://www.homeofrock.de/CD-Reviews/Lordi/Zombilation.html
Macstanley – Between 2wo Worlds Wer Blunt, HOOTIE und die COUNTING CROWS mag, eventuell auch R.E.M., sollte hier mal reinhören. http://www.homeofrock.de/CD-Reviews2/Mac...2wo_Worlds.html Jeff Scott Soto – Das Chamäleon der Rockmusik (Interview) Wer ist - siehe die neue CD - "the man on the mountain, smokin cigarettes and drinking gasoline"? Na ja, jeder eigentlich. Jeder hat schon mal auf diesem Berg gesessen, egal wie erfolgreich er war, nach unten gesehen und gedacht: Ich brauch' diesen ganzen Mist nicht. Recht hat er! http://www.homeofrock.de/Interviews/Jeff.../Interview.html
Thin Lizzy – Still Dangerous Das Fazit: Bleibt die Frage nach der Notwendigkeit von "Still Dangerous - Live At The Tower Theatre Philadelphia 1977". Ist diese CD nun ein Substitutions- oder ein Komplementärgut? (Da lacht der Bierzelt-Ökonom) [Und so mancher Manager und/oder BWL-Student blättert im Lexikon] http://www.homeofrock.de/CD-Reviews/Thin..._Dangerous.html
UFO – The Wild, The Willing And The Innocent Für mich wird es ein ewiges Rätsel bleiben, weshalb "The Wild…" in der Discographie der Band nicht mindestens den gleichen Stellenwert besitzt wie "Lights Out" oder "Obsession". http://www.homeofrock.de/CD-Reviews2/UFO...e_Innocent.html
ART / PROG ROCK
Gazpacho – Tick Tock GAZPACHO ist es mit jeder Veröffentlichung gelungen sich zu steigern, und mit "Tick Tock" haben sie ein Album geliefert, das ich, obwohl das Jahr 2009 noch jung ist, zu meinem Album des Jahres 2009 erkläre. http://www.homeofrock.de/CD-Reviews2/Gazpacho/Tick_Tock.html
Maze Of Time – Lullaby For Heroes Wenn die Herren so weiter machen wie auf diesem Schlaflied für Helden, möchte ich nicht wissen, was die machen, wenn sie ausgeschlafen sind. Wahrscheinlich können sich dann die Herren der Blumenkönige (The FloKis) schon jetzt warm anziehen. http://www.homeofrock.de/CD-Reviews2/Maz...For_Heroes.html
Steven Wilson – Insurgentes Ein rebellisches Werk ist dieser Solo-Longplayer nicht gerade geworden. Steven Wilson bedient sich gerne der bewährten und vorzüglichen Elemente seiner verschiedenen Projekte. Man findet die Vielschichtigkeit von PORCUPINE TREE genauso wie die Melancholie von BLACKFIELD und den Ambient-Touch von NO-MAN. http://www.homeofrock.de/CD-Reviews2/Ste...nsurgentes.html
Saga – The Human Condition In der Abfolge aller Stücke finden wir keinen Ausfall, die erwartete Qualität ist vorhanden, Let It Go zaubert, endlich auch mal wieder mehr progressiv als melodisch "hard" rockend", dem anspruchsvollen SAGA-Fan ein leichtes Lächeln ins Gesicht. Crown Of Thorns offenbart uns schließlich, dass "The Human Condition" eben von allem etwas bietet. http://www.homeofrock.de/CD-Reviews2/Sag..._Condition.html
MELODIC ROCK
Free Spirit – Pale Sister Of Light Ansonsten macht die Band einen mehr als soliden Eindruck, bietet uns weitestgehend Songs wie aus einem Guss an, und da man sich zum glorreichen Genre des vorzugsweise typisch amerikanischen und melodischen Hard Rock bekennt, machen FREE SPIRIT auch nicht viel verkehrt. Eine bei uns noch unbekannte Band, die es verdient hat, dass man ihr Gehör schenkt! http://www.homeofrock.de/CD-Reviews2/Fre...r_Of_Light.html
METAL
Avian – Ashes And Madness Voller Spielfreude bolzen sich AVIAN durch 10:14 Minuten Power Metal. http://www.homeofrock.de/CD-Reviews2/Avi...nd_Madness.html
Callisto – Providence Zusammengefasst kann man sagen, CALLISTO haben mit "Providence" ein ansprechendes - und von mir gern gehörtes - Werk serviert, auf dem die Protagonisten ihr Können zufriedenstellend unter Beweis stellen. http://www.homeofrock.de/CD-Reviews2/Cal...Providence.html
Dorian Opera – No Secrets DORIAN OPERA haben mit "No Secrets" ein beachtliches Debüt serviert, und arbeitet man noch an der Schwachstelle Gesang, dann können sie sich zu einer festen Größe der Prog-Metal Szene entwickeln. http://www.homeofrock.de/CD-Reviews2/Dor...No_Secrets.html
HB – Frozen Inside Geboten wird dichter symphonischer Metal, der breite Keyboard- und Gitarrenwände auffährt und so ein gutes Fundament für eine Sängerin legt, die nicht zu den Besten gehört, aber doch mit einer sympathischen Stimme zu überzeugen weiß. http://www.homeofrock.de/CD-Reviews2/HB/Frozen_Inside.html
Red – Innocence & Instinct RED erlauben sich zwischendrin immer wieder den Ausritt in puren Metal, ziehen dann aber blitzartig die Notbremse und gehen im weiteren Verlauf äußerst gefühlvoll zu Werke. Das macht die Scheibe spannend und immer wieder hörenswert. http://www.homeofrock.de/CD-Reviews2/Red...d_Instinct.html
Rough Silk – A New Beginning Summa summarum ein sehr gelungenes Comeback, wenngleich der Höhepunkt durch einen eigentlich untypischen Song markiert wird. http://www.homeofrock.de/CD-Reviews/Roug..._Beginning.html
Slychosis – Slychedelia Auf der MySpace-Seite klang das alles so viel versprechend. Die Wahrheit ist ernüchternd und das Inlayfoto der CD ist die Ironie des Ganzen, denn aus dem Meer winkt eine im ebenselbigem versinkende Hand mit einem weißen Taschentuch dem Mann im Ruderboot hinterher, der am Horizont verschwindet. Ich sitze im Boot… http://www.homeofrock.de/CD-Reviews2/Sly...lychedelia.html
Ulysses – The Gift Of Tears ULYSSES haben "Das Geschenk der Tränen" in überzeugende progressive Rock- bis Metallklänge verpackt, dabei zwar nichts Neues erfunden, dennoch dürfte es Fans der bereits genannten Bands sowie DREAMSCAPE, VANDEN PLAS oder SIEGES EVEN gefallen. http://www.homeofrock.de/CD-Reviews2/Uly...t_Of_Tears.html
PUNK
Danko Jones – B-Sides Cooler Typ, coole Band, harte Arbeit, jede Menge Spaß und solche Übersongs wie My Time is Now, First Date oder Sold My Soul rechtfertigen jeden Euro für diese und jede CD von DANKO JONES. http://www.homeofrock.de/CD-Reviews/Danko_Jones/B_Sides.html
SOUTHERN / COUNTRY / ROOTS ROCK
Mike Cullison – Blue Collar Tired Den Grand Prix der amerikanischen Volksmusik gewinnt Mike Cullison nicht, aber aufgrund der starken Bandleistung und Produktion und einigen flotten Nummern kommt er auf jeden Fall in den Recall. http://www.homeofrock.de/CD-Reviews2/Mik...llar_Tired.html
Matt Mays & El Torpedo - Terminal Romance Das Aushilfs-Fazit: Wer auf handgemachte Gitarrenmusik steht - davon soll es, Leo Fender und George Fullerton sei Dank, noch genug Leute geben - sollte sich mit einem Fächer EL TORPEDO ruhig mal auseinandersetzten http://www.homeofrock.de/CD-Reviews2/Mat...al_Romance.html
Deedge Gastrock für das Home of Rock, 01. April 2009
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